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Nasse Wände
........sich ablösende Tapeten, schwarze Flecken, Schimmelbildung, und dies vielleicht sogar kurz nachdem endlich neue Fenster eingebaut wurden...
Dichte, gut gedämmte Fenster sorgen ja leider auch für eine hohe Luftfeuchte, und wenn man dann nicht richtig lüftet, gibt es Kondenswasser in den kälteren weniger gut belüfteten Zimmerecken, aber auch hinter Schränken und im Bereich von Kältebrücken.
     Fenster aufmachen und Lüften ist als Ratschlag ebenso unsinnig wie der Hinweis auf schlechte Bausubstanz oder Regenwasser - es ist zwar alles möglich, aber meist sind die Ursachen vielschichtig. Warme gesättigte Raumluft von 22° wird gegenüber einer Wandoberfläche von 1o° bis zu 8 gramm Wasser pro cbm Luft auskondensieren. Eine angefeuchtete Wand dämmt dann immer schlechter und wird darum immer feuchter und kälter. Man versucht mit hoher Raumtemperatur dagegenzuhalten, der für das Kondenswasser verantwortliche Temperaturunterschied wird immer größer und das Problem immer nasser.
     Erst nur feucht, dann schimmelig und am Ende Schwamm in der Wand. Lüften ist zwar ein probates Mittel zur Soforttherapie, Sie sollten aber einen Fachmann zu Rate ziehen, bevor Sie dem Haus die Schuld geben und krankmachende Schimmelpilzsporen einatmen. Aus den Zahlen zur relativen Luftfeuchte wird auch klar, warum der Sommer leider wenig geeignet ist, nasse Bauteile wirklich trocken zu legen.
     .....und noch was schadet ganz nachhaltig der Bausubstanz, auch wenn es als dämmendes Heilmittel für das Haus gedacht wird: aufgeklebte, nicht "atmende" Schaumstoffplatten, und dies insbesondere dann, wenn ihre Wände Fachwerkbalken haben oder auch ihre Holzbalkendecken mit den Balkenköpfen in der Außenwand stecken - diese Lösung einer "Vollwärmedämmung" ist ebenso preiswert wie zerstörerisch.

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