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Beim Stöckheimer Baugebiet "Am Zoo" sind bereits 14 Häuser verkauft
Weniger Ökologie - Nun beißen alle an
Von men
Die benachbarten Affen im Stöckheimer Zoo werden es kaum glauben: Am 21.November jährt sich schon zum elften Mal der Tag, an dem die Stadt beschlossen hatte, einen Bebauungsplan für die Siedlung Am Zoo aufzustellen. Doch im kommenden Monat sollen nun im Stöckheimer Nordwesten tatsächlich die Kräne anrollen. Die Bauphase beginnt.
Das bestätigte jetzt einer der beiden Investoren, Peter Thurmann, Geschäftsführer der "t.o.projektierung-GmbH". Der zweite Investor, die Wiederaufbau-Immobilien GmbH, will im Frühjahr kommenden Jahres mit dem ersten Spatenstich nachziehen.
Nachdem die geplante ökologische Siedlung des Architekten Hans-Harro Thiele aufgrund mangelnder Nachfrage gescheitert war, hatte Thurmann im Sommer 1999 das Bauland gekauft und den östlichen Teil im Herbst an die Wiederaufbau weiterveräußert. Seitdem beeilten sich die beiden Firmen, Stadtverwaltung und Politiker, die nun dritte Fassung des Bebauungsplanes auf die Beine zu stellen. Sie ist seit 1.September rechtskräftig.
Wesentliche Änderungen zu den vorherigen Versionen: Die erworbenen Grundstücke werden nicht mehr genossenschaftlich, sondern "real" aufgeteilt. Zu jedem Haus gehört also das entsprechende Grundstück, auf dem es steht. Außerdem wird jedes Haus von einer verkehrsberuhigten öffentlichen Strasse aus erreichbar sein, während zuvor das gesamte Gebiet nur von der Bertha-von-Suttner-Strasse durchzogen werden sollte. An diese Strasse hätten jedoch längst nicht alle Grundstücke angegrenzt. "Schwer vorstellbar, dass eine Mutter mit Kindern an der Hand, mit Tüten und Getränkekisten bepackt, eine halbe Ewigkeit durch den Regen laufen muß", sagte Thurmann, "weil sie mit ihrem Auto nicht bis vors Haus fahren kann".
Im westlichen Teil der Siedlung Am Zoo entstehen nun 7o nach Süden oder Westen ausgerichtete Wohneinheiten, darunter 16 Einfamilien-, 25 Doppel- und 28 Reihenhäuser mit einer Wohnfläche ab 117 Quadratmeter. "Wir legen Wert darauf, eine familienfreundliche Siedlung zu bauen", erklärte Peter Thurmann. Bis auf die kleinste Version einer Doppelhaushälfte stehen in allen Häusern sechs Zimmer, zwei Vollbäder und ein Gäste-WC zur Verfügung.
14 Häuser sind bereits verkauft, "die Nachfrage ist ausgesprochen groß", betonte der Investor. Ein Reihenhaus auf einem 17o qm großen Grundstück mit einer Wohnfläche von 13o qm wird für einen Preis von 35o ooo Mark angeboten. Ein Einfamilienhaus mit 148 Quadratmetern auf einer 37o Quadratmeter großen Fläche soll 548 ooo Mark kosten. "Alle Häuser sind Niedrigenergiehäuser", so Thurmann. Sie werden, genau wie die 9o bis 1oo Wohneinheiten. Die die Wiederaufbau plant, von der in der Glaspyramide untergebrachten Nahwärmestation mit Wärme und Energie versorgt.
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